Samstag, 30. März 2013

Höhen und tiefen

Nach einem gemütlichen morgen und einem gemütlichen Frühstück bin ich los. Am Vormittag sollte das Wetter noch ok sein, ab Mittag starker Regen. 16 km Dauerlauf GA1, mit Höhenmeter, stand auf dem Trainingsplan. Zum Aufwärmen bin ich zuerst eine kleine Runde im Tal gelaufen, und als ich los bin hat es sich einfach nur super angefühlt. Heute wir ein super Lauf habe ich mir gedacht! Und ich habe daran denken müssen wie Dankbar ich eigentlich bin, dafür dass ich laufen darf und laufen kann!!! :-)

Nach den ersten paar Kilometer, wurde es aber dann doch ziemlich zäh. Der Puls war eher im oberen Bereich und ich habe mich schon gefragt, ob ich das wirklich schaffe heute. Ich hatte mir vorgenommen, den Berg mindestens gleich weit hinauf zu laufen wie letzten Samstag. Einfach laufen, einen Fuß vor dem anderen und nicht überlegen!! Über den Wiesenweg in Richtung der Bergstraße, den ich auch letztes Wochenende gelaufen bin. Ein kleines Stück auf dem Weg dorthin geht es wirklich sehr steil hinauf und das habe ich heute gut in den Waden gespürt... ;-) 


Zum Glück sind die Jäger seit dem letzten Schnee, der diese Woche noch gefallen ist, schon wieder hinauf gefahren, und ich hatte eine schöne Spur zum Laufen. Als ich etwa eine Stunde unterwegs gewesen bin, wurde das Ganze besser - der Puls pendelte sich ein, war nicht mehr so hoch und es war eigentlich nur noch schön unterwegs zu sein :-) Um ca. 10:50 bin ich dort oben angekommen, wo ich letzten Samstag umgedreht bin. Ich dachte mir, ich laufe jetzt einfach weiter aufwärts bis es 11:00 Uhr ist (so was ist so typisch für mich ;-) hihi!). Viel weiter kam ich dann aber doch nicht, denn nach nur etwa 500 Meter kam dieses Schild:

STOPP -Sperrgebiet!
Der Schnee auf der Bergstraße war heute viel weicher als letzte Woche und das machte mir das aufwärts laufen etwas anstrengender und das abwärts laufen zu einem richtigen Abenteuer. Ich bin die ganze Zeit nur hin und her geschlittert... ;-) 

Eine grau-weiße Bergwelt heute
Nach 19 km, ca. 1000 Hm und 2h45Min war ich wieder zu Hause. Es hat hier und da schon ein bisschen gezwickt, ich habe zum Teil mit mir kämpfen müssen, weiterlaufen oder umdrehen und als ich nach Hause kam hatte ich schon ordentlich müde Beine und Füße. Ich bin ja echt gespannt wie das werden wird, wenn ich im Sommer 42,195 km laufen soll - schaffe ich das überhaupt...? Klar schaffe ich das! :-) Ich bin mir nach so einem Lauf immer etwas unsicher... Aber es sind ja noch einige Trainingswochen bis dahin! Natürlich schaffe ich das!! :-)

Auf jeden Fall bin ich sehr Dankbar dafür, dass ich laufen darf und vor allem kann! Ohne Schmerzen, in eine wunderschöne Landschaft, in der frischen Luft! Auch dafür, dass ich es doch schaffe weiter zu laufen, wenn es anstrengend wird und ich mich ab und zu schon frage "Warum mache ich das hier eigentlich?" - spätestens wenn ich wieder zu Hause bin, meinen Lauf geschafft habe, die Kilometer, die Höhenmeter und den inneren Schweinehund besiegt habe weiß ich es wieder - denn das Gefühl ist unschlagbar!! :-)

Ich freue mich jetzt schon wieder auf meinen nächsten langen Lauf! - jetzt werde ich aber erst mal die Beine hoch legen und den Couch genießen! :-)

Frohe Ostern und schöne Feiertage! 



Kommentare:

  1. Liebe Anna,

    Zweifel und Bedenken gehören einfach dazu, wenn man auf ein Ziel hin arbeitet und es werden noch viele Situationen kommen, in denen Du das Gegenteil spürst. Du wirst Dich auf Deine Stärken besinnen und wissen, dass Dein Training Dich auf den Moment richtig vorbereitet hat, dann sind die Zweifel vergessen und weggewischt. Gut, dass Du sie hier aufgeschrieben hast *lach*

    Salut und ein schönes Osterfest Dir und Deinen Kleinen
    Christian

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    1. Lieber Christian,
      ja du hast recht, Zweifel und Bedenken gehören sicher dazu. Wenn ein Marathon und das Training dafür so einfach wäre, würde es ja jeder machen ;-)

      Ja, ich habe sie aufgeschrieben und gleich durchgestrichen ;-) hihi

      Danke für Deine unterstützende Worte! :-)

      Liebe Grüße und ein schönes Osterfest für Dich und Deine Familie!
      Anna

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  2. Liebe Anna,


    das an sich Zweifeln gehört zum Marathon, ein innerer Druck, der dich immer wieder antreibt und dich dann letztendlich ins Ziel führt, ich glaube, das hat jeder - zumindest bei den ersten Marathons. Du wirst das schaffen, du wirst sehr gut vorbereitet sein, es wird keinen Schnee mehr geben, die Atmosphäre um dich herum, die vielen anderen Läufer mit dir geben dir so viel Motivation, Schub und Durchhaltevermögen, vor allem aber das Wissen: ICH KANN, und wir sind sicher, DU KANNST !!

    Grüße vom Ostseeosterhasen, der bei Sonne den Weg hier her gefunden hat !

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    1. Liebe Margitta,

      ja ich glaube auch es gehört dazu. Letztendlich gehört das auch zum Prozess dazu, das uns im Endeffekt stärker macht - nicht nur der Marathon selbst, sondern auch die ganzen Trainingseinheiten davor. :-)

      Danke für Deine unterstützende Worte!! die geben mir auch Motivation, Schub und Durchhaltevermögen! :-))

      Liebe Grüße aus den Bergen und ein schönes Osterfest für Dich und Deine Lieben!

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  3. Aber SICHER schaffst du das :-)) In deinen Posts kann ich wirklich jedesmal soviel Motivation, Energie und Freude herauslesen, das du schon allein beim Training hast!
    Zum Glück hat sich der anfangs "schwere" Lauf zum Ende noch zu einem super Lauf entwickelt und das obwohl du beim abwärtslaufen ganz schön geschlittert bist ;-) Wahnsinn, da hätte es mich bestimmt einige Male hingehaut!
    Ich hoffe du hast wunderschöne, gemütliche Ostefeiertage verbracht und wünsch dir noch einen tollen Montagabend! Liebe Grüße!!

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    1. Ja, natürlich schaffe ich das ;-) Danke!

      Ja, wenn man das "schlimmste" schon hinter sich hat, ist es schon wieder schön zu laufen, und wenn man die ganze Runde dann doch geschafft hat ist es immer nur schön, nicht!?!! ;-) hihi

      Die Feiertage waren gemütlich, danke! Dir auch noch einen schönen Start in die Woche!
      Liebe Grüße

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  4. Die Trainingsläufe im Schnee sind natürlich auch nicht damit zu vergleichen wenn du dann im Sommer den Marathon läufst.
    Da du dich mit dem Marathon in den Bergen auch einen gewaltigen Druck aussetzt sind die Bedenken gar nicht so verkehrt. Einen gewissen Respekt sollte man vor so einem Unternehmen auch haben.
    Aber natürlich wirst du es schaffen da ich mir vorstellen kann das du im Kopf recht stark unterwegs bist! :-) Falls die Beine mal nicht so wollen......

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    1. Das stimmt, ohne Schnee läuft es sich schon anders!

      Ich denke auch dass ein bisschen Respekt dazu gehört.

      Ja, mein Kopf ist manchmal stärker als die Beine, aber ich bemühe mich sehr, jetzt im Training auf die Beine zu hören, damit ich mich keine unnötige Verletzungen aufgrund von Überanstrengung zuziehe! Im Marathon ist mir das dann eher egal - da werde ich schon bis ins Ziel kommen ;-)

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