Donnerstag, 12. Juli 2012

Einfach Zufall

Da ich nach dem Rennen bis gestern Durchfall gehabt habe, bin ich heute zum Hausarzt gegangen. Nur um nachzufragen, was er zu meinem Zustand nach dem Rennen sagt. Er meinte, dass ich wahrscheinlich irgendein Virus gehabt habe, und dass das Fieber das ich nach dem Rennen hatte, wahrscheinlich nicht von der Überanstrengung kommt, sondern eher von der Virusinfektion. Heute habe ich kein Durchfall mehr, ich habe nur etwas Kreislaufprobleme. Der Blutdruck war in Ordnung, aber wahrscheinlich habe ich ziemlich viele Elektrolyte verloren die letzten paar Tage. Ich werde jetzt einfach ein Probiotikum nehmen, das die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen soll, und ich soll mich ausruhen.

Ja, super! Ein blöder Zufall also... Ich war einfach krank. Und ich habe gedacht ich habe mich so verausgabt, das ich Fieber und Durchfall bekomme. Eigentlich schön, dass das nicht der Fall war. Trotzdem habe ich viel gelernt und ich werde n i e mehr so ein langer Lauf in so einem Tempo starten, sondern das ganze viel ruhiger angehen - so wie ich es mir vorgenommen hatte... ;-)

Ich werde auf alle Fälle noch ein paar Tage ausruhen, vor ich wieder anfange Sport zu machen. Meine Verdauung muss auf alle Fälle zuerst ganz in Ordnung sein. Außerdem ist es nur gut, sich nach so einer Überanstrengung lange genug auszuruhen. Irgendwo habe ich gelesen, man sollte so viele Tage ausruhen, wie der Lauf lang war - also 20... Das schaffe ich wahrscheinlich nicht, aber ein paar Tage noch ;-)

Der letzte Nachmittag mit mein Besuch aus Schweden auf den Berg im Nebel...
...und ja, wir sind mit dem Lift hinauf ;-)




Montag, 9. Juli 2012

Nach dem Lauf

Ich hätte niemals gedacht, dass mir so etwas passieren könnte - es ist mir s o schlecht gegangen am Samstagabend und auch am Sonntag. Ich habe nicht einmal gewusst, dass man sich so sehr verausgaben kann. Ich meine, ich habe ja schon viele Bergmärsche gemacht die viel länger gegangen sind als 2h15min, aber natürlich nicht in dem Tempo. Man lernt eben nie aus, oder!? 
 
Was mich auch noch wundert ist, dass ich gar kein Muskelkater habe. Die Beine haben den ganzen Samstag nach dem Lauf nur noch weh getan, danach aber nichts mehr, nicht einmal schwer oder müde - als ob ich gar nicht gelaufen wäre.


Gestern war über 20°C und ich habe nur noch gefroren...


...am Spielplatz habe ich n o c h eine Jacke anziehen und kurz ausruhen müssen ;-) 
Hahaha! Wahnsinn!

Zum Glück geht es mir heute schon viel besser, fast wieder gut und ich habe den Tag im Schwimmbad mit mein Besuch aus Schweden so richtig genießen können :-)



Sonntag, 8. Juli 2012

Mein Panoramalauf

Ich bin früh aufgestanden, habe mich gerichtet und gefrühstückt. "Ich bin doch nicht nervös, es gibt ja überhaupt kein Grund" hat mein Kopf gesagt, mein Magen hat aber was anderes gesagt und mich ein paar Mal auf die Toilette geschickt am Morgen. Um sieben bin ich losgefahren und kurz nach acht war ich in St Anton. Sehr früh, da der Start erst um 10 Uhr war, aber ich habe lieber zu viel Zeit als ein Stress. Startnummer holen, kurz vor neun habe ich noch ein kleines Joghurt gegessen und eine halbe Banane, dann habe ich mich umgezogen und mit den anderen Läufern ein bisschen geredet. Ich habe sehr viele nette Menschen kennengelernt :-)


Vor dem Start ein bisschen aufwärmen und dann war es soweit:

Start: meine guten Vorsätze waren wie weggeblasen schon nach 500m als wir bei der ersten Steigung angekommen sind und ich bin mit einem viel zu hohen Puls los. Ich habe das mit den 400m Höhenunterschied auch komplett unterschätzt - ich habe das Höhenprofil zu wenig angesehen und gar nicht registriert, dass die 400m Höhenunterschied aus 800m Anstieg und 800m Abstieg bestanden haben. Daher bin ich auch im ersten Anstieg viel zu schnell los - es waren ja
"nur" 400 Hm... hmmm.


Km 3-4: Seitenstechen, ich habe sonst n i e Seitenstechen...

Km 5: Durch die Atmung konnte ich das Seitenstechen etwas im Griff bekommen und es war ganz kurz wirklich ganz angenehm zu laufen :-)

Km 7-9: ein langer Anstieg wo ich zügig gegangen bin - da ist das Seitenstechen dann endgültig weg gegangen.

Km 10: es war jetzt ganz angenehme zu laufen :-)


Km 11: Die Beine waren jetzt ganz Stumpf und es wurde langsam anstrengend, vor allem die ganzen Anstiege.

Km 12-16: waren nur noch schlimm, und die Beine taten richtig weh. Am liebsten hätte ich mich einfach nur hingesetzt, aber aufgeben gibt es nicht! Ich habe aber böse mit mir selbst geschumpfen, wie habe ich mir das überhaupt vorgestellt? So einen Lauf anzutreten ohne vorher richtig dafür zu trainieren. So blöd bin wahrscheinlich nur ich - noch nie 20 km gelaufen und dann gleich bei einem Rennen - m i t Höhenunterschied...

Km 16-17: Der lange steile Abstieg - auf den hatte ich mich richtig gefreut. Das mache ich ja jede Woche beim Training und wie eine Gazelle habe ich 3 Läufer überholt ;-) Außerdem habe ich dann die hinteren Beinmuskeln etwas ausruhen können.

Km 17: unten im flachen habe ich dann bei j e d e m Schritt die Achillessehne gespürt, und bei jedem Schritt hatte ich das Gefühl, als ob sie anfangen würden zu krampfen. Ich wusste jetzt nicht mehr ob ich es ins Ziel schaffe. Jetzt war ich eher wie ein Flusspferd auf weg.

Km 18: bin ich ins Dorf hinein und die Waden waren komischerweise wieder gut. Nur noch 2 km, nur noch 2 km, nur noch 2 km..., habe ich im Kopf wiederholt.

Km 19: habe ich total unterschätzt. Der letzte Kilometer war v i e l, v i e l kürzer als alle anderen Kilometer. Die Zuschauer haben die Läufer richtig ins Ziel getragen mit guten Zurufen und Hände klatschen, eine super Stimmung und ein Wahnsinns Gefühl und auf einmal war das Ziel nur noch 200 Meter vor mir. Ich habe es dann schon geschafft noch einmal ein wenig Gas zu geben bis ins Ziel.


Ziel: Ich bin natürlich gleich stehengeblieben, und nicht ausgelaufen. Ich habe die Medaille bekommen und war einfach froh, dass es vorbei war. Und ich musste etwas essen!!! Sie hatten ein wunderschöner Tisch mit viel Obst, Topfentaschen, Müsliriegel und Getränke als Verpflegung im Ziel. Wassermelone, Weintrauben, Nektarine, Banane habe ich gegessen und eine Flasche Isostar getrunken. Dann habe ich die Waden gedehnt, das war alles.


Duschen, noch etwas essen und dann nach Hause fahren. Haben mir die Beine weh getan... Schlimm!

Ich habe viele Fehler gemacht, angefangen damit, dass ich auf den Lauf gar nicht vorbereitet war, viel zu schnell los bin, mich total verausgabt habe und nach dem Rennen nicht ausgelaufen bin. Am Abend hatte ich dann 39°C Fieber und in der Nacht Durchfall so dass ich mehrmals aufstehen musste. Es geht mir heute besser, aber ich habe einen ordentlichen "Kater". Ich bin müde, habe Kopfweh und jetzt am Abend wieder Fieber und Durchfall.

Ich bin froh, dass ich gelaufen bin und schon ein bisschen Stolz darauf, dass ich 20 km und ca. 800 Hm in 2:14:49 geschafft habe, gleichzeitig war es sehr blöd von mir in so einem Tempo anzufangen! Ich war von Anfang an am Limit. Ich habe sehr viel Erfahrung sammeln können. Ich werde mein Training natürlich ziemlich ändern müssen, wenn ich noch einen Halbmarathon laufen möchte dieses Jahr. Ich bin ja viel zu wenige Langstrecken gelaufen für so einen langen Lauf.

Jetzt gibt es zuerst aber mindestens eine Woche Erholung!


Samstag, 7. Juli 2012

Geschafft :D

Ich habe es geschafft - ich bin den Montafon-Arlberg Panoramalauf gelaufen :)


Strecke: 20 km ca. 400 m Höhenunterschied 

Zeit: 2:14:49

Ich bin froh, stolz, sehr zufrieden und einfach total geschafft ;-)

(einen ausführlicheren Bericht kommt spätestens morgen)

Freitag, 6. Juli 2012

Startklar

Nach einem langen und intensiven Tag bin ich langsam  
e n d l i c h fertig. Morgen kommt meine beste Freundin aus Schweden mit ihrer Familie zu Besuch. Da sie erst am späten Nachmittag oder gegen Abend kommen, habe ich gedacht es geht sich gut aus. Wahrscheinlich tut es das auch, nur waren die letzten paar Tage ziemlich stressig. Jetzt habe ich aber fast alles erledigt und kann mich einfach auf den Tag morgen freuen :-)

Donnerstag, 5. Juli 2012

Regen...

...macht mir ja nichts aus, aber bei Gewitter gehe ich nicht Laufen. Ich hatte heute Zeit bis halb acht um Laufen zu gehen und um sechs Uhr hat der Donner angefangen. Zuerst einen wunderschönen Regenbogen und danach wurde der Himmel schwarz. Es hat geregnet und gedonnert und ich dachte mein kleiner Lauf heute kann ich wohl vergessen. Bis sieben war der Himmel aber schon wieder blau. Ich bin in den Laufklamotten rein gehüpft und raus. Einfach weil es so schön ist ;-) Ein gemütliches Regenerationstraining im niedrigen Pulsbereich. Der Luft war klar und frisch und ich bin 5 schöne, gemütliche Kilometer in 30 Minuten gelaufen :-)

Danach die dynamische Dehnübungen vom R4F-Programm, 2x15 reps liegender Schnee-Engel und Dehnen, insgesamt etwa 25 Minuten. Jetzt werde ich nur noch ausruhen bis Samstag, früh ins Bett gehen,  morgen ein paar Mal meine Waden dehnen und ein bisschen mehr Kohlenhydrate als sonst essen.

Die Zeit spielt mir am Samstag eigentlich keine Rolle. Ich werde versuchen langsam anzufangen in einem gemütlichen Tempo. Ich sage bewusst versuchen, da ich weiß wie einfach es ist sich von den anderen, schnelleren Läufern mitreißen zu lassen. Ich werde aber versuchen in einem Tempo zu starten, das ich den ganzen Lauf halten kann. Steigern kann ich mich ja immer wenn ich das Gefühl habe, dass es gut geht. Der Spaß am Laufen und einfach dabei zu sein steht auf jeden Fall im Vordergrund :-)


Mittwoch, 4. Juli 2012

Montafon-Arlberg Marathon

Am Samstag findet der Montafon-Arlberg Marathon statt, ein Bergmarathon! 42,195 km von Silbertal in Montafon auf 889 Hm, bis St Anton am Arlberg auf 1284 Hm. Höchster Punkt auf der Strecke liegt auf 1945 Hm. Für mich total uninteressant - ein Marathon zu laufen steht dieses Jahr überhaupt nicht auf meinem Programm. 

Dann habe ich ein bisschen weitergelesen und den Montafon-Arlberg Panoramalauf entdeckt. 20 km und ein Höhendifferenz von 400m - warum nicht!? Und auf einmal habe ich mich angemeldet. 

Ob das nicht ein bisschen zu schnell ging... Wie habe ich mir das denn vorgestellt? 
Hehe... *nervöses lachen* 

20 km bin ich noch nie gelaufen. Das ist weit - fast ein Halbmarathon und das mit Höhendifferenz... Ich bin ja gespannt! Ich freue mich echt darauf, aber ich bin jetzt schon nervös... ;-)

Dienstag, 3. Juli 2012

Schlechtwetterprogramm

Der Plan oder besser gesagt mein Wunsch heute war es Fahrradfahren zu gehen. Als sich der Himmel am Abend aber öffnete habe ich umgedacht. Ein bisschen Regen ist an und für sich nicht so schlimm, aber es war so schwül und die Wolken so schwarz, dass ich mich nicht wohl gefühlt hätte auf einem Fahrrad im Gebirge. Gewitter sind nicht so lustig.

Ich weiß nicht warum, aber ich bin heute so richtig müde und als ich nicht raus konnte um Fahrrad zu fahren, habe ich schon dreimal mit mir selber ernst reden müssen, damit ich auch wirklich trainiere ;-) Als ich aber angefangen hatte war es schon schön, und auch sehr heiß (mein Trainingseck ist im Dachgeschoß...) und ziemlich anstrengend. Ich werde mich im Sommer jetzt hauptsächlich an das Laufen und das Fahrradfahren konzentrieren, und nicht so viel Krafttraining machen. Wenn, dann eher für den ganzen Körper. Also nicht rein nur Rumpftraining oder nur Oberkörpertraining, sondern ein Ganzkörpertraining, ähnlich wie heute:

Burpees 15 reps
Dips 20 reps
Gesäßheben Ball 20 reps
Das Brett abw. Ellbogen/Handstütz 20 reps + 40s halten
Rumpfheben seitl. 20re+20li reps
Klimmzug neg. 12 reps
Hockespringen 40 reps
Situps mit Boxen 15 reps + 30 Boxen

Das ganze 3 Runden (die dritte Runde ist ziemlich anstrengend...) in 40 Minuten, danach ein Paar Übungen vom R4F-Programm:

Schnee-Engel liegend 2 x 15 reps
Dynamischer Bruststrech 1 x 15 reps
Über und Rundum 1 x 15 reps
Oberkörperdrehen 1 x 20 reps

und danach Dehnen. Insgesamt 20 Minuten.

Eine Stunde Training in der Hitze heute - richtig schön! - aber ich gebe zu, ich war froh als ich mit der 3. Runde fertig war ;-)

Heute werde ich früh ins Bett gehen und s e h r gut schlafen :-)

Montag, 2. Juli 2012

Junitraining

Ich habe das Gefühl, dass ich im Juni gar nicht viel Trainiert habe, aber ich habe trotzdem ca. 690 Minuten (11,5 Stunden) zusammengebracht. 194 Minuten Laufen, 214 Minuten Fahrradfahren, 215 Minuten Krafttraining (Rumpf, Arme, Ganzkörper) und 70 Minuten Dehnen. Ich bin zufrieden, vor allem da ich am Anfang Monat mein Fuß überanstrengt hatte und nicht mehr laufen konnte.

So sehen meine 6 ersten Trainingsmonate 2012 aus. Februar ist mit 531 Minuten der schwächste Monat, während Mai mit dem R4F-Programm natürlich die stärkste ist.

Ich bin jetzt einfach nur froh, dass mein Fuß wieder gut ist und ich wieder laufen kann! 
Juli kann kommen ;-)

Sonntag, 1. Juli 2012

Ich bin schneller :-)

Als ich raus bin heute Abend hat es 16°C gehabt, es hat leicht genieselt und es war etwas neblig - ein ziemlicher Unterschied zu den 36°C, den es gestern gehabt hat... Auf alle Fälle perfektes Wetter für eine längere Runde. Ich im Tal geblieben und wollte die gleiche Runde laufen, die ich am 7. April gelaufen bin.

Die Strecke 12,64 km in 71 Minuten. Ich war heute ganze 13 ! Minuten schneller :-) und das in einem Tempo die ich als richtig schön empfunden habe, ca. 80% vom Maxpuls. Nach dem Freitagstraining habe ich ein leichter Muskelkater in den Beinen und ich habe sie die letzten 2 km heute recht gut gespürt, trotzdem habe ich es geschafft das Tempo zum Schluss etwas zu erhöhen und bin dann die letzten Meter im Bereich 85-90% vom Maxpuls :-)


Die ersten 6km geht es langsam Bergauf, um den Speichersee rundum ist es flach und danach geht es wieder langsam bergab nach Hause, das sieht man gut hier unten. Die ersten 6km war ich langsamer und die letzten 6 schneller. Ich habe die ganze Zeit einfach auf meinen Puls geachtet und versucht im Bereich 80% vom Maxpuls zu bleiben.


13 Minuten schneller ist ja ein Wahnsinn! *freu freu* :-D 

Der R4F-Monat hat sich wirklich ausbezahlt. Mein Fuß tut jetzt gar nicht mehr weh. Ich versuche so viel wie möglich von der neuen Technik die ich beim R4F gelernt habe beizubehalten, außer die Landung auf den Mittelfuß - ich bleibe bei der Fersenlauftechnik, das tut meine Füße besser.


Nach dem Training habe ich 15 Minuten gedehnt, auch die Waden ;-) 
- das haben diese müden Beine wirklich gebraucht heute!